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	<title>Kommentare zu: Wer braucht Kontingentspieler?</title>
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	<description>...wir leben Eishockey &#124; Das etwas andere Eishockey Magazin</description>
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		<title>Von: Südbayern</title>
		<link>http://www.starting6.de/693/headline/wer-braucht-kontingentspieler/comment-page-1#comment-309</link>
		<dc:creator>Südbayern</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jun 2010 10:21:28 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.starting6.de/?p=693#comment-309</guid>
		<description>Klar, die Frage lässt sich meiner Meinung nach wahrscheinlich auf dem klassischen argumentativen Weg nur lösen, wenn man endlich eine gemeinsame Argumentationsgrundlage schafft. D.h., dass man sich auf ein langfristiges gemeinsames Ziel einigt. 
Bisher (und jedes Jahr schlimmer) sind die Ansätze auf Vereinsebene bzw. auf 1.-Mannschaft-Ebene sehr unterschiedlich. Wenn ich alles andere (langfristige) ausblende und den kurzfristigen Erfolg der 1.-Mannschaft als alleiniges Hauptziel sehe, dann gibt es eben mehrere Wege und entsprechende Argumente. Je weiter der Rahmen gesteckt wird, das heisst je langfristiger ich denke, desto klarer werden aus meiner Sicht die Argumente gegen eine große Zahl an Kontingent-Spielern.
Klar ist dabei auch, dass viele Standort derzeit einfach auf eine kurzfristig erfolgsorientierte Strategie setzen müssen, um den Standort bzw. den sportlichen Status Quo zu halten.
Die Frage, ob das immer so gut ist, ist natürlich eine polarisierende, niemand hört gerne, dass sein Standort eine Liga zu hoch spielt und eigentlich nicht überlebensfähig ist. 
Andererseits bin ich der Meinung, dass es wesentlich mehr Beispiele gibt, in der ein Verein auf kleinerem Fuße (auch zwangsweise) am Ende gesünder da steht, als die Dicke-Hose-Jungs, von denen 3 von 5 irgendwann Pleite gehen und dadurch mehr Potenziale kaputtmachen als auszunutzen. Es dauert einfach Jahre, um eine Sport-/Fan-/Sponosrenkultur zu schaffen, aber oft nur eine Saison/Pleite, um mit dem Arsch wieder alles einzureißen, was man über Jahre mit den Händen aufgebaut hat.

Fürs Eishockey insgesamt wäre es sicherlich besser, wenn bspw. auch die WM dazu führen würde, die vieldiskutierten (Über-)Ziele auf einer breiteren Basis zu verankern. Die wären aus meiner Sicht unter den Schlagworten Kontinuität und Identifikation zusammenzufassen.
- Stärkung der Nationalmannschaft. Man muss einsehen, dass NUR die Nationalmannschaft PR-Effekte erzielen kann, die eine überregionale Reichweite in primär nicht oder nur peripher eishockey-interessierte Zielgruppen erreichen kann.
- Stärkung der DEL. Nur mit dem Momentum aus der Nationalmannschaft kann es die DEL schaffen, Eishockey in der Medienwelt besser zu verankern. Dazu ist es wichtig, dass die Nationalspieler auch in den Vereinen bzw. neudeutsch &quot;Organisationen&quot; tragende Rollen spielen.
- Stärkung des Unterbaus (2.Liga und Oberliga), um für DEL und Nationalmannschaft genügend frisches Blut liefern zu können.
- Stärkung des Nachwuchses um wiederum den Unterbau zu &quot;beliefern&quot;.

Wenn ich diese Pyramide, in der nur von Ausnahmetalenten Stufen übersprungen werden können/sollen im Regelwerk manifestiere, ist die Reduzierung von Ausländerstellen logisch. Die Reduzierungsopfer werden als erstes die Spieler sein, an denen sich auch die begründeten Befürworter von vielen Kontingentspieler stören: Die überzähligen Ausländer, die Vereinshopper, die Rentenvertragler, die Namen spazierenfahren, die charakterlich schwierigen weil unberechenbaren, die Abzocker. Die guten Kontis, die überbleiben, sind dann aber ihre Plätze auch wert, als Identifikationsfiguren für Fans, Nachwuchs, Medien und auch als Erfolgsgaranten (im besten Fall).

Im Grunde ist es eine künstliche Verknappung, die die Verantwortlichen dazu zwingt neue Wege zu gehen. Gute Deutsche werden teurer werden, klar. Teurer Spieler haben besser Chancen, auch entsprechend eingesetzt zu werden. Spielpraxis schafft Leistungskonstanz und - entwicklung.
Der Kostendruck wird dazu führen, dass die Vorstände Alternativen zur Verpflichtung von Massenkontingentspielern als Füllmaterial suchen müssen und der Druck erhöht wird, die Ausbildung und Entwicklung von deutschen Spielern zu fördern. Ich denke, dass nur wirtschaftlicher Druck da zu Verbesserungen führen kann.
Zwingend ist dazu aber, dass die &quot;Pyramide&quot; von einer Ligenstruktur und entsprechenden Satzungen glasklar ist und man sich drauf verlassen kann, dass sie in ein paar Jahren auch noch Substanz hat.
Da muss das Gesamtkonstrukt mehr wert sein als der einzelne Standort. Das ist im Einzelfall hart, aber nur so setzen Selbstreinigungskräfte ein.
Naja, ein vielfach geäußerter frommer Wunsch, vielleicht erfüllt er sich irgendwann ja.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Klar, die Frage lässt sich meiner Meinung nach wahrscheinlich auf dem klassischen argumentativen Weg nur lösen, wenn man endlich eine gemeinsame Argumentationsgrundlage schafft. D.h., dass man sich auf ein langfristiges gemeinsames Ziel einigt.<br />
Bisher (und jedes Jahr schlimmer) sind die Ansätze auf Vereinsebene bzw. auf 1.-Mannschaft-Ebene sehr unterschiedlich. Wenn ich alles andere (langfristige) ausblende und den kurzfristigen Erfolg der 1.-Mannschaft als alleiniges Hauptziel sehe, dann gibt es eben mehrere Wege und entsprechende Argumente. Je weiter der Rahmen gesteckt wird, das heisst je langfristiger ich denke, desto klarer werden aus meiner Sicht die Argumente gegen eine große Zahl an Kontingent-Spielern.<br />
Klar ist dabei auch, dass viele Standort derzeit einfach auf eine kurzfristig erfolgsorientierte Strategie setzen müssen, um den Standort bzw. den sportlichen Status Quo zu halten.<br />
Die Frage, ob das immer so gut ist, ist natürlich eine polarisierende, niemand hört gerne, dass sein Standort eine Liga zu hoch spielt und eigentlich nicht überlebensfähig ist.<br />
Andererseits bin ich der Meinung, dass es wesentlich mehr Beispiele gibt, in der ein Verein auf kleinerem Fuße (auch zwangsweise) am Ende gesünder da steht, als die Dicke-Hose-Jungs, von denen 3 von 5 irgendwann Pleite gehen und dadurch mehr Potenziale kaputtmachen als auszunutzen. Es dauert einfach Jahre, um eine Sport-/Fan-/Sponosrenkultur zu schaffen, aber oft nur eine Saison/Pleite, um mit dem Arsch wieder alles einzureißen, was man über Jahre mit den Händen aufgebaut hat.</p>
<p>Fürs Eishockey insgesamt wäre es sicherlich besser, wenn bspw. auch die WM dazu führen würde, die vieldiskutierten (Über-)Ziele auf einer breiteren Basis zu verankern. Die wären aus meiner Sicht unter den Schlagworten Kontinuität und Identifikation zusammenzufassen.<br />
- Stärkung der Nationalmannschaft. Man muss einsehen, dass NUR die Nationalmannschaft PR-Effekte erzielen kann, die eine überregionale Reichweite in primär nicht oder nur peripher eishockey-interessierte Zielgruppen erreichen kann.<br />
- Stärkung der DEL. Nur mit dem Momentum aus der Nationalmannschaft kann es die DEL schaffen, Eishockey in der Medienwelt besser zu verankern. Dazu ist es wichtig, dass die Nationalspieler auch in den Vereinen bzw. neudeutsch &#8220;Organisationen&#8221; tragende Rollen spielen.<br />
- Stärkung des Unterbaus (2.Liga und Oberliga), um für DEL und Nationalmannschaft genügend frisches Blut liefern zu können.<br />
- Stärkung des Nachwuchses um wiederum den Unterbau zu &#8220;beliefern&#8221;.</p>
<p>Wenn ich diese Pyramide, in der nur von Ausnahmetalenten Stufen übersprungen werden können/sollen im Regelwerk manifestiere, ist die Reduzierung von Ausländerstellen logisch. Die Reduzierungsopfer werden als erstes die Spieler sein, an denen sich auch die begründeten Befürworter von vielen Kontingentspieler stören: Die überzähligen Ausländer, die Vereinshopper, die Rentenvertragler, die Namen spazierenfahren, die charakterlich schwierigen weil unberechenbaren, die Abzocker. Die guten Kontis, die überbleiben, sind dann aber ihre Plätze auch wert, als Identifikationsfiguren für Fans, Nachwuchs, Medien und auch als Erfolgsgaranten (im besten Fall).</p>
<p>Im Grunde ist es eine künstliche Verknappung, die die Verantwortlichen dazu zwingt neue Wege zu gehen. Gute Deutsche werden teurer werden, klar. Teurer Spieler haben besser Chancen, auch entsprechend eingesetzt zu werden. Spielpraxis schafft Leistungskonstanz und &#8211; entwicklung.<br />
Der Kostendruck wird dazu führen, dass die Vorstände Alternativen zur Verpflichtung von Massenkontingentspielern als Füllmaterial suchen müssen und der Druck erhöht wird, die Ausbildung und Entwicklung von deutschen Spielern zu fördern. Ich denke, dass nur wirtschaftlicher Druck da zu Verbesserungen führen kann.<br />
Zwingend ist dazu aber, dass die &#8220;Pyramide&#8221; von einer Ligenstruktur und entsprechenden Satzungen glasklar ist und man sich drauf verlassen kann, dass sie in ein paar Jahren auch noch Substanz hat.<br />
Da muss das Gesamtkonstrukt mehr wert sein als der einzelne Standort. Das ist im Einzelfall hart, aber nur so setzen Selbstreinigungskräfte ein.<br />
Naja, ein vielfach geäußerter frommer Wunsch, vielleicht erfüllt er sich irgendwann ja.</p>
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	<item>
		<title>Von: Ralf Leising</title>
		<link>http://www.starting6.de/693/headline/wer-braucht-kontingentspieler/comment-page-1#comment-297</link>
		<dc:creator>Ralf Leising</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 15:28:13 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.starting6.de/?p=693#comment-297</guid>
		<description>Hallo Südbayern,

vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar. Ich kenne sie auch noch, die vermeintlich guten alten Zeiten des deutschen Eishockeys (nur am Rande: Auch damals war längst nicht alles Gold was glänzte!!) Wenn ich mich nicht sehr irre, dann komme ich aber in meinem Kommentar genau zum gleichen Schluss wie du - nämlich, dass Kontingentspieler das Salz in der Suppe sein KÖNNEN und wir nicht derart viele davon brauchen wie im Moment in den verschiedenen Ligen spielen. Das bedeutet im Umkehrschluss doch automatisch, dass die deutschen Spieler wieder mehr in diese Rolle schlüpfen (können und auch müssen!). Wie herum man jetzt genau die Frage stellt (wie viele Kontingentspieler oder wie viele deutsche Spieler) halte ich im Übrigen auch nicht für so entscheidend - so lange das Ergebnis stimmt (wenige, dafür herausragende ausländische Spieler der Extraklasse). Sehr gut finde ich deine Anmerkung mit den Torhütern! Da fände ich es auch gut und angebracht, wenn man auf ausländische Kräfte verzichten würde...andere finden das wieder ganz anders! 
Es ist halt wie immer: Es finden sich Argumente für und gegen nahzu alles.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Südbayern,</p>
<p>vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar. Ich kenne sie auch noch, die vermeintlich guten alten Zeiten des deutschen Eishockeys (nur am Rande: Auch damals war längst nicht alles Gold was glänzte!!) Wenn ich mich nicht sehr irre, dann komme ich aber in meinem Kommentar genau zum gleichen Schluss wie du &#8211; nämlich, dass Kontingentspieler das Salz in der Suppe sein KÖNNEN und wir nicht derart viele davon brauchen wie im Moment in den verschiedenen Ligen spielen. Das bedeutet im Umkehrschluss doch automatisch, dass die deutschen Spieler wieder mehr in diese Rolle schlüpfen (können und auch müssen!). Wie herum man jetzt genau die Frage stellt (wie viele Kontingentspieler oder wie viele deutsche Spieler) halte ich im Übrigen auch nicht für so entscheidend &#8211; so lange das Ergebnis stimmt (wenige, dafür herausragende ausländische Spieler der Extraklasse). Sehr gut finde ich deine Anmerkung mit den Torhütern! Da fände ich es auch gut und angebracht, wenn man auf ausländische Kräfte verzichten würde&#8230;andere finden das wieder ganz anders!<br />
Es ist halt wie immer: Es finden sich Argumente für und gegen nahzu alles.</p>
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	<item>
		<title>Von: Südbayern</title>
		<link>http://www.starting6.de/693/headline/wer-braucht-kontingentspieler/comment-page-1#comment-296</link>
		<dc:creator>Südbayern</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 14:24:18 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.starting6.de/?p=693#comment-296</guid>
		<description>Deine Argumentation mit dem Suppen-Salz hat sicher eine Berechtigung. Aber die Herleitung deiner Argumantation finde ich zu dünn, da sie einige wichtige Punkte ausblendet.
Zum Beispiel: Wer behauptet denn, dass NUR Ausländer das Salz in der Suppe sein können? Derzeit ist das sicher so, da zu wenige deutsche Spielerpersönlichkeiten existieren. Aber wie sollen die entstehen, wenn du als deutscher auf höherem Niveau immer nur für die 3. und 4. Reihe geplant wirst? 
Schaut euch die 80/90er mal an, DEG, Köln, Rosenheim... Fischer, Ammann, der verrückte Wacki Kretschmer, Kießling, auch später ein junger Lupzig, Höfner (!), Hilger. Echte Duelle, Spieler die polarisiert haben, sogar technisch weniger beschlagene wie ein Butzi Reil... Auch die waren das Salz in der Suppe, zusätzlich zu den Top Ausländern (Sherven, Derkatch, Lee etc).
Die sind aber nur zu solchen Highlights geworden, WEIL sie schon von jungen Jahren spielen durften, Verantwortung übernehmen mussten. Die sind nicht mit 25 als Topspieler auf die Welt gekommen, sonder früher integriert worden. Das haben damals (Fans anderer Mannschaften können das sicher bestätigen) einfach mehr Deutsche schaffen können, und die Fans haben dann eben für diese Leute bezahlt, weil auch Deutsche Spieler ihr Geld wert waren. Ein Manfred Ahne hatte in Rosenheim dann genauso Heldenstatus, besonders nach seiner Augenverletzung.
Heute wird denn deutschen Spielern einfach nicht mehr die Chance gegeben, bzw. die &quot;Plätze&quot; sind begrenzt und es setzen sich deshalb eben nur gewisse Spielertypen durch. Knallharte große Verteidiger zum Beispiel gibt es aus deutscher Jugend so gut wie gar nicht, da dieser Typus immer eingekauft wird. 

Die Frage ist aus meiner Sicht also falsch gestellt: Es muss nicht heißen, OB wir Kontingentspieler brauchen, sondern wie viele Deutsche wir brauchen. Aus meiner Sicht ist weniger mehr, was Ausländer angeht. Je mehr Deutsche benötigt werden, desto größer wird der Druck, Nachwuchs auszubilden. In Rosenheim (sorry, da kenn ich mich halt noch am besten aus, trifft auf andere Vereine natürlich  auch zu) sind viele Spieler produziert oder weitergebildet worden (wenn sie aus anderen Vereinen in der Jugend kamen), deren Karrieren dann unterschieldich verliefen, weil der eine Eiszeit bekam und der andere nicht. Hager &amp; Hinterstocker, z.B.

Von den Torhütern ganz zu schweigen, wo die PLätze noch limitierter sind. Und als 3. Torwart mit Sitzgarantie wirst mit Anfang 20 halt nicht besser, sondern du musst spielen, spielen, spielen. 

Also: Ausländer ja, aber weniger. In den unteren Ligen tuns 3 auch, ausländische Torhüter bitte gar nicht. Schon aus Marketing-Sicht war das auch immer eine Schlüsselposition, die mit einem Deutschen vor allem überregional besser besetzt ist. 

Wenn früher irgendwas wirklich besser war, dann aus meiner Sicht die Identifikation der Fans mit ihren Mannschaften UND die Identifikation auch der ausländischen Spieler mit ihren Teams. Da war mehr Kontinuität drin.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Deine Argumentation mit dem Suppen-Salz hat sicher eine Berechtigung. Aber die Herleitung deiner Argumantation finde ich zu dünn, da sie einige wichtige Punkte ausblendet.<br />
Zum Beispiel: Wer behauptet denn, dass NUR Ausländer das Salz in der Suppe sein können? Derzeit ist das sicher so, da zu wenige deutsche Spielerpersönlichkeiten existieren. Aber wie sollen die entstehen, wenn du als deutscher auf höherem Niveau immer nur für die 3. und 4. Reihe geplant wirst?<br />
Schaut euch die 80/90er mal an, DEG, Köln, Rosenheim&#8230; Fischer, Ammann, der verrückte Wacki Kretschmer, Kießling, auch später ein junger Lupzig, Höfner (!), Hilger. Echte Duelle, Spieler die polarisiert haben, sogar technisch weniger beschlagene wie ein Butzi Reil&#8230; Auch die waren das Salz in der Suppe, zusätzlich zu den Top Ausländern (Sherven, Derkatch, Lee etc).<br />
Die sind aber nur zu solchen Highlights geworden, WEIL sie schon von jungen Jahren spielen durften, Verantwortung übernehmen mussten. Die sind nicht mit 25 als Topspieler auf die Welt gekommen, sonder früher integriert worden. Das haben damals (Fans anderer Mannschaften können das sicher bestätigen) einfach mehr Deutsche schaffen können, und die Fans haben dann eben für diese Leute bezahlt, weil auch Deutsche Spieler ihr Geld wert waren. Ein Manfred Ahne hatte in Rosenheim dann genauso Heldenstatus, besonders nach seiner Augenverletzung.<br />
Heute wird denn deutschen Spielern einfach nicht mehr die Chance gegeben, bzw. die &#8220;Plätze&#8221; sind begrenzt und es setzen sich deshalb eben nur gewisse Spielertypen durch. Knallharte große Verteidiger zum Beispiel gibt es aus deutscher Jugend so gut wie gar nicht, da dieser Typus immer eingekauft wird. </p>
<p>Die Frage ist aus meiner Sicht also falsch gestellt: Es muss nicht heißen, OB wir Kontingentspieler brauchen, sondern wie viele Deutsche wir brauchen. Aus meiner Sicht ist weniger mehr, was Ausländer angeht. Je mehr Deutsche benötigt werden, desto größer wird der Druck, Nachwuchs auszubilden. In Rosenheim (sorry, da kenn ich mich halt noch am besten aus, trifft auf andere Vereine natürlich  auch zu) sind viele Spieler produziert oder weitergebildet worden (wenn sie aus anderen Vereinen in der Jugend kamen), deren Karrieren dann unterschieldich verliefen, weil der eine Eiszeit bekam und der andere nicht. Hager &amp; Hinterstocker, z.B.</p>
<p>Von den Torhütern ganz zu schweigen, wo die PLätze noch limitierter sind. Und als 3. Torwart mit Sitzgarantie wirst mit Anfang 20 halt nicht besser, sondern du musst spielen, spielen, spielen. </p>
<p>Also: Ausländer ja, aber weniger. In den unteren Ligen tuns 3 auch, ausländische Torhüter bitte gar nicht. Schon aus Marketing-Sicht war das auch immer eine Schlüsselposition, die mit einem Deutschen vor allem überregional besser besetzt ist. </p>
<p>Wenn früher irgendwas wirklich besser war, dann aus meiner Sicht die Identifikation der Fans mit ihren Mannschaften UND die Identifikation auch der ausländischen Spieler mit ihren Teams. Da war mehr Kontinuität drin.</p>
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