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	<title>Kommentare zu: Start in die Krise &#8211; Ein Kommentar</title>
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	<description>...wir leben Eishockey &#124; Das etwas andere Eishockey Magazin</description>
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		<title>Von: Hinz und Kunz über den Sportmonat September &#171; sportinsider</title>
		<link>http://www.starting6.de/4482/headline/start-in-die-krise/comment-page-1#comment-534</link>
		<dc:creator>Hinz und Kunz über den Sportmonat September &#171; sportinsider</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Oct 2010 11:35:54 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Kunz: Ja, die DEL und ihre Probleme. Das Eishockeymagazin Starting6 schrieb treffend  einen längeren, hochinteressanten Kommentar und titelte Start in die Krise. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Kunz: Ja, die DEL und ihre Probleme. Das Eishockeymagazin Starting6 schrieb treffend  einen längeren, hochinteressanten Kommentar und titelte Start in die Krise. [...]</p>
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		<title>Von: Hockeyaficionado</title>
		<link>http://www.starting6.de/4482/headline/start-in-die-krise/comment-page-1#comment-503</link>
		<dc:creator>Hockeyaficionado</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Sep 2010 23:07:50 +0000</pubDate>
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		<description>Was für ein großartiger Artikel!

Ich fand den Spruch mit dem Arena&amp;Zuschauer-Wandel besonders gelungen: &quot;Denn die tollen, großen Arenen haben den Sport nur amerikanisiert, ohne jedoch gleichzeitig für genug Amerikaner zu sorgen, die sich Eishockey dort ansehen wollen.&quot; Wie wahr, wie wahr...


Eishockey ist DRAMA, BEGEISTERUNG und HEIMAT :-)
(NICHT: Event, Bananenliga ohne Aufstieg und Beliebigkeit)


DANKE !!!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Was für ein großartiger Artikel!</p>
<p>Ich fand den Spruch mit dem Arena&amp;Zuschauer-Wandel besonders gelungen: &#8220;Denn die tollen, großen Arenen haben den Sport nur amerikanisiert, ohne jedoch gleichzeitig für genug Amerikaner zu sorgen, die sich Eishockey dort ansehen wollen.&#8221; Wie wahr, wie wahr&#8230;</p>
<p>Eishockey ist DRAMA, BEGEISTERUNG und HEIMAT <img src='http://www.starting6.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /><br />
(NICHT: Event, Bananenliga ohne Aufstieg und Beliebigkeit)</p>
<p>DANKE !!!</p>
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	<item>
		<title>Von: Conny</title>
		<link>http://www.starting6.de/4482/headline/start-in-die-krise/comment-page-1#comment-501</link>
		<dc:creator>Conny</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Sep 2010 14:10:37 +0000</pubDate>
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		<description>Ich persönlich finde das ewige Rumgehacke auf die DEL - als sei diese eine eigenständige Persönlichkeit mit einem unabhängigen Willen - zu einseitig. Sicher, in Einem sind sich wohl nahezu alle Eishockeyfans in Deutschland einig: Eine Ligenstruktur ohne sportlichen Auf- und Abstieg passt nicht zu unseren Vorstellungen von sportlichem Wettbewerb. 

Doch die Ursache für alle Probleme im deutschen Eishockey ausschließlich bei der DEL, die doch wohl vor allem eine Interessengemeinschaft ihrer Mitglieder (und damit der einzelnen Wirtschaftsunternehmen Eishockey GmbHs) ist, zu suchen, finde ich unsinnig, aber es ist natürlich schön einfach, wenn der eigene Club eben nicht oder wie z.B. im Fall von Schwenningen oder Kassel nicht mehr zu dieser verteufelten Gesellschaft gehört. Pleiten und Insolvenzen gab es schon vor der Einführung der DEL und auch immer schon in allen Ligen. Wurde die DEL nicht ursprünglich genau aus diesem Grunde gegründet? 

Profisport ist immer auch ein Wirtschaftsunternehmen, welches ohne einen oder mehrere zahlungskräftige/n Geldgeber als Sponsor/en nicht existieren kann. Das ist nicht nur im Eishockey so, gilt aber hier aufgrund der Kostenintensivität sicher in besonderem Maße. Sponsoren wollen Gegenleistungen für ihr Engagement und da sind die Ansprüche im Laufe der Jahre gestiegen. Leben ist Veränderung, das sollten doch auch die Eishockeytraditionalisten verstehen oder reisen diese immer noch mit 5 Personen im VW-Käfer über die Alpen nach Italien in den Urlaub? Wohl eher nicht, Ansprüche wachsen eben mit der Zeit. 

Das gilt auch für Eisstadien, wobei es natürlich auch hier gute und weniger gute Lösungen gibt. In Berlin und Mannheim hat geklappt, was in Düsseldorf und Hannover nicht funktioniert. Das liegt ja aber nicht an den eigentlichen DEL-Mindestanforderungen für die Stadien sondern daran, dass diese teilweise zu optimistisch (man könnte auch sagen größenwahnsinnig) umgesetzt wurden, wobei sicher auch stadtpolitische Einflüsse gegeben waren (z.B. in Hannover in Bezug auf die EXPO und das Messegelände allgemein). Das es auch anders geht, sieht man ja u.a. in Straubing. 

Mit weniger Ausländerstellen könnte ich mich anfreunden, wenn dieses in kleinen Schritten geschieht. Denn auch wenn die Ausländer in der Masse vielleicht qualitativ schlechter erscheinen, sind sie für mich im Einzelnen trotzdem immer noch das Salz in der Suppe, auf das ich ungern verzichten würde. Eine zu plötzliche starke Beschränkung der Ausländerlizenzen würde zu einem ebenso plötzlichen Qualitätsabfall in der Liga führen, da nicht genug gleichwertige Deutsche vorhanden sind, und damit höchstwahrscheinlich auf Dauer auch zu Einnahmerückgängen bei den DEL-Clubs, wobei gleichzeitig die guten Deutschen natürlich teurer würden. Da kann ich schon verstehen, dass die Clubs skeptisch sind, da sie ja eh&#039; immer ums Überleben kämpfen.

Man könnte sicher darüber diskutieren, ob einzelne Punkte der DEL-Anforderungen gelockert werden können. Eine Art &quot;Freifahrtschein&quot; für &quot;organisch gewachsene&quot; Standorte darf es aber natürlich nicht geben, denn Beispiele wie Rosenheim, Regensburg, Riessersee, Schwenningen etc. zeigen doch, dass &quot;organisch gewachsen&quot; keine Garantie für Erfolg und Beständigkeit ist. 

Nach dem vergangenen Sommertheater wäre für mich vor allem eine strengere Lizenzierung (das gilt dann natürlich aber auch für eventuelle Aufsteiger) wichtig für die DEL. Ich finde es schon merkwürdig, dass Sponsoren nach einer erteilten Lizenz noch abspringen und damit den ganzen Lizenzplan umwerfen können. 

Eines noch: Vor 20 Jahren stand ich beim Eishockey mitten im Fanblock und habe kräftig die Fangesänge mitgesungen. Jetzt habe ich eine Sitzplatz-DK, weil ich dort das Spiel besser sehen kann, es einfach bequemer ist und ich es mir inzwischen halt leisten kann. Mitsingen tue ich immer noch, kann aber auf Doppeldings und Choreographien verzichten. Wer bist Du, dass Du behaupten kannst, ich und meine Ansprüche seien weniger wichtig für meinen Verein als Deine als Stehplatzfan? Rein wirtschaftlich gesehen ist wohl eher das Gegenteil der Fall. Die Kunst besteht für die DEL-Clubs darin, den richtigen Mittelweg zu finden und alle Fangruppen zufrieden zu stellen und leider gibt es dafür kein allgemeingültiges Schnittmuster.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich persönlich finde das ewige Rumgehacke auf die DEL &#8211; als sei diese eine eigenständige Persönlichkeit mit einem unabhängigen Willen &#8211; zu einseitig. Sicher, in Einem sind sich wohl nahezu alle Eishockeyfans in Deutschland einig: Eine Ligenstruktur ohne sportlichen Auf- und Abstieg passt nicht zu unseren Vorstellungen von sportlichem Wettbewerb. </p>
<p>Doch die Ursache für alle Probleme im deutschen Eishockey ausschließlich bei der DEL, die doch wohl vor allem eine Interessengemeinschaft ihrer Mitglieder (und damit der einzelnen Wirtschaftsunternehmen Eishockey GmbHs) ist, zu suchen, finde ich unsinnig, aber es ist natürlich schön einfach, wenn der eigene Club eben nicht oder wie z.B. im Fall von Schwenningen oder Kassel nicht mehr zu dieser verteufelten Gesellschaft gehört. Pleiten und Insolvenzen gab es schon vor der Einführung der DEL und auch immer schon in allen Ligen. Wurde die DEL nicht ursprünglich genau aus diesem Grunde gegründet? </p>
<p>Profisport ist immer auch ein Wirtschaftsunternehmen, welches ohne einen oder mehrere zahlungskräftige/n Geldgeber als Sponsor/en nicht existieren kann. Das ist nicht nur im Eishockey so, gilt aber hier aufgrund der Kostenintensivität sicher in besonderem Maße. Sponsoren wollen Gegenleistungen für ihr Engagement und da sind die Ansprüche im Laufe der Jahre gestiegen. Leben ist Veränderung, das sollten doch auch die Eishockeytraditionalisten verstehen oder reisen diese immer noch mit 5 Personen im VW-Käfer über die Alpen nach Italien in den Urlaub? Wohl eher nicht, Ansprüche wachsen eben mit der Zeit. </p>
<p>Das gilt auch für Eisstadien, wobei es natürlich auch hier gute und weniger gute Lösungen gibt. In Berlin und Mannheim hat geklappt, was in Düsseldorf und Hannover nicht funktioniert. Das liegt ja aber nicht an den eigentlichen DEL-Mindestanforderungen für die Stadien sondern daran, dass diese teilweise zu optimistisch (man könnte auch sagen größenwahnsinnig) umgesetzt wurden, wobei sicher auch stadtpolitische Einflüsse gegeben waren (z.B. in Hannover in Bezug auf die EXPO und das Messegelände allgemein). Das es auch anders geht, sieht man ja u.a. in Straubing. </p>
<p>Mit weniger Ausländerstellen könnte ich mich anfreunden, wenn dieses in kleinen Schritten geschieht. Denn auch wenn die Ausländer in der Masse vielleicht qualitativ schlechter erscheinen, sind sie für mich im Einzelnen trotzdem immer noch das Salz in der Suppe, auf das ich ungern verzichten würde. Eine zu plötzliche starke Beschränkung der Ausländerlizenzen würde zu einem ebenso plötzlichen Qualitätsabfall in der Liga führen, da nicht genug gleichwertige Deutsche vorhanden sind, und damit höchstwahrscheinlich auf Dauer auch zu Einnahmerückgängen bei den DEL-Clubs, wobei gleichzeitig die guten Deutschen natürlich teurer würden. Da kann ich schon verstehen, dass die Clubs skeptisch sind, da sie ja eh&#8217; immer ums Überleben kämpfen.</p>
<p>Man könnte sicher darüber diskutieren, ob einzelne Punkte der DEL-Anforderungen gelockert werden können. Eine Art &#8220;Freifahrtschein&#8221; für &#8220;organisch gewachsene&#8221; Standorte darf es aber natürlich nicht geben, denn Beispiele wie Rosenheim, Regensburg, Riessersee, Schwenningen etc. zeigen doch, dass &#8220;organisch gewachsen&#8221; keine Garantie für Erfolg und Beständigkeit ist. </p>
<p>Nach dem vergangenen Sommertheater wäre für mich vor allem eine strengere Lizenzierung (das gilt dann natürlich aber auch für eventuelle Aufsteiger) wichtig für die DEL. Ich finde es schon merkwürdig, dass Sponsoren nach einer erteilten Lizenz noch abspringen und damit den ganzen Lizenzplan umwerfen können. </p>
<p>Eines noch: Vor 20 Jahren stand ich beim Eishockey mitten im Fanblock und habe kräftig die Fangesänge mitgesungen. Jetzt habe ich eine Sitzplatz-DK, weil ich dort das Spiel besser sehen kann, es einfach bequemer ist und ich es mir inzwischen halt leisten kann. Mitsingen tue ich immer noch, kann aber auf Doppeldings und Choreographien verzichten. Wer bist Du, dass Du behaupten kannst, ich und meine Ansprüche seien weniger wichtig für meinen Verein als Deine als Stehplatzfan? Rein wirtschaftlich gesehen ist wohl eher das Gegenteil der Fall. Die Kunst besteht für die DEL-Clubs darin, den richtigen Mittelweg zu finden und alle Fangruppen zufrieden zu stellen und leider gibt es dafür kein allgemeingültiges Schnittmuster.</p>
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	<item>
		<title>Von: IndianerScorpion</title>
		<link>http://www.starting6.de/4482/headline/start-in-die-krise/comment-page-1#comment-497</link>
		<dc:creator>IndianerScorpion</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Sep 2010 09:05:21 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo zusammen,

ich bin der Meinung, das es in der DEL wieder den Auf- und Abstieg geben soll, damit auch mal andere Vereine in der höchsten Liga spielen könnten. 

Bei uns in Hannover gibt es auch einen Videowürfel, aber wenn ich mir die Spiele ansehe, achte ich auf das Ding nicht. Die Größe der Arenen/Hallen ist mir nicht so wichtig (Haupsache ich habe einen Platz).

Gruß Nic</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo zusammen,</p>
<p>ich bin der Meinung, das es in der DEL wieder den Auf- und Abstieg geben soll, damit auch mal andere Vereine in der höchsten Liga spielen könnten. </p>
<p>Bei uns in Hannover gibt es auch einen Videowürfel, aber wenn ich mir die Spiele ansehe, achte ich auf das Ding nicht. Die Größe der Arenen/Hallen ist mir nicht so wichtig (Haupsache ich habe einen Platz).</p>
<p>Gruß Nic</p>
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	<item>
		<title>Von: Südbayern</title>
		<link>http://www.starting6.de/4482/headline/start-in-die-krise/comment-page-1#comment-496</link>
		<dc:creator>Südbayern</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Sep 2010 22:13:22 +0000</pubDate>
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		<description>Ich sehe die DEL generell auch nicht negativ. Die Querelen sind unerträglich, aber ich sehe die Chance, dass ein Selbstreinigungsprozess eintritt, der vielleicht auch endlich Selbsterkenntnis ermöglicht.

Strenge Regularien, die dazu zwingen, wirtschaftlich vernünftig zu arbeiten und an jedem Standort Potenziale zu prüfen und optimal auszunützen sind die einzige Lösung fürs Eishockey. 

Egal in welcher Liga, Ursprung allen Übels ist doch immer das Fehlverhalten einzelner Clubs (oder ihrer Eigner/Mäzene etc), das von den anderen nicht eingedämmt werden kann. Wenn dann keine konsequente Linie da ist, wie in  Problemfällen verfahren wird, geht der Trubel erst richtig los.

Rosenheim ist ein gutes Beispiel: Die große Zeit des SBR wurde nur durch eine Mäzen ermöglicht. Auch der Niedergang, weil der Folgemäzen weniger Geld ausgeben wollte. Folge: Potenziale geprüft und gefunden. Neugründung (Starbulls haben mit dem Sportbund nichts gemein, außer dem Kürzel SBR), ganz unten angefangen. Wege gefunden, wie man weitermachen kann. Fans verloren, logisch, aber auch neue hinzugewonnen und eine stabile Basis aufgebaut. Nicht mehr ausgegeben, als man einnimmt, und trotz Rückschlägen jetzt da angekommen, wo man hinwollte. Sogar die Erwartungshaltung der Fans orientiert sich inzwischen an den Realitäten.

Eine DEL per se ist nicht schlecht, die Organsiationsstrukturen können natürlich immer diskutiert werden, und es ist unbestritten, dass noch ein laaanger Weg vor der DEL liegt, um richtig gut zu funktionieren. Die Frage Aufstieg und Abstieg ist sicherlich noch zu beantworten, aber rein theoretisch kann man auch da gute Wege finden.
Einen Fall Kassel wird es hoffentlich nicht mehr geben, Frankfurt ist ein Verlust, aber vielleicht birgt auch das Potenzial, dass dort was tragfähigeres entsteht. Wichtig ist, dass man aus den Fehlern lernt, alle gleich behandelt und vor allem die eigenen Regeln IMMER einhält. Wenn Schwenningen aufsteigen will, werden sie einen Weg finden (müssen). Das trifft auch für andere zu, auch in München scheint es jetzt ja endlich so zu laufen, wie es soll.

Ich denke nicht, dass die DEL zum &quot;Monster&quot; abgestempelt werden sollte. Schuld für die Miseren tragen zum Großteil die Vereine/Mitgleider/GmbHs/wie-auch-immer selbst, da sie nicht rational handeln.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sehe die DEL generell auch nicht negativ. Die Querelen sind unerträglich, aber ich sehe die Chance, dass ein Selbstreinigungsprozess eintritt, der vielleicht auch endlich Selbsterkenntnis ermöglicht.</p>
<p>Strenge Regularien, die dazu zwingen, wirtschaftlich vernünftig zu arbeiten und an jedem Standort Potenziale zu prüfen und optimal auszunützen sind die einzige Lösung fürs Eishockey. </p>
<p>Egal in welcher Liga, Ursprung allen Übels ist doch immer das Fehlverhalten einzelner Clubs (oder ihrer Eigner/Mäzene etc), das von den anderen nicht eingedämmt werden kann. Wenn dann keine konsequente Linie da ist, wie in  Problemfällen verfahren wird, geht der Trubel erst richtig los.</p>
<p>Rosenheim ist ein gutes Beispiel: Die große Zeit des SBR wurde nur durch eine Mäzen ermöglicht. Auch der Niedergang, weil der Folgemäzen weniger Geld ausgeben wollte. Folge: Potenziale geprüft und gefunden. Neugründung (Starbulls haben mit dem Sportbund nichts gemein, außer dem Kürzel SBR), ganz unten angefangen. Wege gefunden, wie man weitermachen kann. Fans verloren, logisch, aber auch neue hinzugewonnen und eine stabile Basis aufgebaut. Nicht mehr ausgegeben, als man einnimmt, und trotz Rückschlägen jetzt da angekommen, wo man hinwollte. Sogar die Erwartungshaltung der Fans orientiert sich inzwischen an den Realitäten.</p>
<p>Eine DEL per se ist nicht schlecht, die Organsiationsstrukturen können natürlich immer diskutiert werden, und es ist unbestritten, dass noch ein laaanger Weg vor der DEL liegt, um richtig gut zu funktionieren. Die Frage Aufstieg und Abstieg ist sicherlich noch zu beantworten, aber rein theoretisch kann man auch da gute Wege finden.<br />
Einen Fall Kassel wird es hoffentlich nicht mehr geben, Frankfurt ist ein Verlust, aber vielleicht birgt auch das Potenzial, dass dort was tragfähigeres entsteht. Wichtig ist, dass man aus den Fehlern lernt, alle gleich behandelt und vor allem die eigenen Regeln IMMER einhält. Wenn Schwenningen aufsteigen will, werden sie einen Weg finden (müssen). Das trifft auch für andere zu, auch in München scheint es jetzt ja endlich so zu laufen, wie es soll.</p>
<p>Ich denke nicht, dass die DEL zum &#8220;Monster&#8221; abgestempelt werden sollte. Schuld für die Miseren tragen zum Großteil die Vereine/Mitgleider/GmbHs/wie-auch-immer selbst, da sie nicht rational handeln.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: telsta</title>
		<link>http://www.starting6.de/4482/headline/start-in-die-krise/comment-page-1#comment-495</link>
		<dc:creator>telsta</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Sep 2010 22:19:15 +0000</pubDate>
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		<description>hi zusammen!

ich bin über dreissig - bald vierzig - immer schon eishockeyfan - immer sehr interessiert und gut informiert - selber gespielt - und lebe schon lange (10 J.) in der schweiz.

ich möchte mal die gelegenheit nutzen, mit einer immer wieder geäusserten these aufräumen.

1. eishockeymekka schweiz!
a) finanzen: jeder, jeder club der NLA generiert jedes, jedes jahr verluste - ausnahme SCB, die generieren gewinne über eishockeyfremde einnahmequellen aus gastronomie, etc. ohne mäzene wie auch in D üblich wären die meisten klubs tot!
b) eishallen: bis vor kurzem waren die eishallen in der NLA fast überwiegend bruchbuden (mit charme, aber bruchbuden) bsp. langnau, ambri, zug (in zug ist gerade die neue MUFU-ära eingeleitet worden, wie vorher in rapperswil mit der diners club arena) in biel gibts bald ne neue halle, in der alten fallen teile aus der deckenkonstruktion so dass netze gespannt werden mussten
c) die liga ist sportlich langweilig, da es drei bis vier zu starke teams gibt: SCB, ZSC, HCD, seit ein paar jahren wieder Kloten und seit kurzem Genf und Fribourg, der rest kämpft ähnlich der DEL-Clubs KEV und STR um playoffplätze und die verhinderung des playouts
d) das playout ist auch ein witz die teams der NLB sind oftmals zu schwach gegen selbst total verunsicherte NLA clubs den sack zuzumachen und aufzusteigen - einige würden einen aufstieg auch finanziell nicht stemmen können, somit ist die NLB auf aktuell 11 teams zusammengeschrumpft, wobei ein team ein farmteam des ZSC ist und fast unter ausschluss der öffentlichkeit spielt
d) gehälter sind enorm und unangemessen hoch
e) eishockey wird ebenfalls ins pay-tv verdrängt (teleclub) - allerdings werden von jedem spieltag zusammenfassungen im free-tv gezeigt, wenn auch nach 22h zu den playoffs kommen live-übertragungen in voller länge ins wohnzimmer
f) der fussball ist die nummer eins wie überall in europa, besonders gesehen habe ich das beim vergleich eishockey WM in der schweiz und fussball EM in der schweiz. selbst im EH-Mekka bern hat man kaum etwas von der eishockey-wm mitbekommen und ich wohne direkt neben dem stadion
g) gewalt, in der schweiz gibt es eine im EH verankerte ultraszene, die auch gelegentlich gewalttätige auseinandersetzungen mit kontrahenten ausfechtet (bsp. bern vs. fribourg, bern vs. lugano, bern vs. biel, kloten vs. rappi etc.) und ruft repressalien aus der politik auf den plan (bsp. rapperswil und regierungsrätin des kantons SG)
h) auch hier gibt es bestrebungen die liga zu schliessen (langnaus chef weibelt für eine schliessung der liga), auch hier wenden sich ganze fanszenen ab: bsp. kultclub sc rapperswil-jona verkauft seine identität über einen farben- und namenswechsel (LAKERS)
i) nachwuchs - gleiche probleme wie in D - nur über kürzere wege, professionellere programme straffer organisiert und zielgerichteter - hierzu wird auch ein rechter batzen geld in die hand genommen

was aber das wichtigste ist bleibt festzuhalten in der CH ist eishockey besser vermarktet, besser in den medien präsentiert, durch kurze wege gibt es viele interessante derbys (region bern-fribourg als bsp.)
die schweiz hat eine starke wirtschaft, gut vernetztes kapital, die leute sind (noch) nicht dem fussball so hörig - aber auch hier, steter tropfen (champions league, liga, em, wm, etc. pp.) höhlt den stein.
clubs sind oft nicht nur von einem geldgeber abängig und über kapitalgesellschaften (holdings) werden verluste jedes jahr ausgeglichen. die liga ist gesundgeschrumpft, jeder der versuchte in den elitären kreis NLA aufzusteigen und es nicht stemmen konnte, ist genauso pleite gegangen wie in D üblich. der modus ist topstabil.
schweizer sind auch keine kleinen deutschen - die mentalität ist anders, die finanziellen möglichkeiten auch - da kann oder will nur herr hopp mithalten, der es in typisch deutschem stil wieder völlig auf die spitze treibt (Adler, Rhein Neckar Löwen, Hoffenheim, neue stadien ...). grundsätzlich würde ich sagen in D hat das EH ein hohes potential welches nur unzureichend abgerufen werden kann. das land ist gross, die eishockeyzentren ligen in bayern, NRW, sachsen, berlin und sonst punktuell über das land verstreut - hannover, schwenningen, mannheim, ... es gibt aber in zeiten, in denen es viele probleme im sozialen, politischen und wirtschaftlichen bereich gibt auch nicht so viele die geld für EH in die hand nehmen können, sei es als konsument, anbieter oder sponsor!
zusammengefasst ist die schweiz für mich keine eishockeymekka, sie hat jedoch verstanden das best mögliche herauszuholen, die organisation zu straffen, den modus stabil zu halten und vor allem leute hineinzuholen, die wirtschaftlich vernetzt sind und geld in die hand nehmen (bsp. p. gaydoul - ex - denner - chef als präsident von swiss ice hockey)

gruss aus der schweiz</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>hi zusammen!</p>
<p>ich bin über dreissig &#8211; bald vierzig &#8211; immer schon eishockeyfan &#8211; immer sehr interessiert und gut informiert &#8211; selber gespielt &#8211; und lebe schon lange (10 J.) in der schweiz.</p>
<p>ich möchte mal die gelegenheit nutzen, mit einer immer wieder geäusserten these aufräumen.</p>
<p>1. eishockeymekka schweiz!<br />
a) finanzen: jeder, jeder club der NLA generiert jedes, jedes jahr verluste &#8211; ausnahme SCB, die generieren gewinne über eishockeyfremde einnahmequellen aus gastronomie, etc. ohne mäzene wie auch in D üblich wären die meisten klubs tot!<br />
b) eishallen: bis vor kurzem waren die eishallen in der NLA fast überwiegend bruchbuden (mit charme, aber bruchbuden) bsp. langnau, ambri, zug (in zug ist gerade die neue MUFU-ära eingeleitet worden, wie vorher in rapperswil mit der diners club arena) in biel gibts bald ne neue halle, in der alten fallen teile aus der deckenkonstruktion so dass netze gespannt werden mussten<br />
c) die liga ist sportlich langweilig, da es drei bis vier zu starke teams gibt: SCB, ZSC, HCD, seit ein paar jahren wieder Kloten und seit kurzem Genf und Fribourg, der rest kämpft ähnlich der DEL-Clubs KEV und STR um playoffplätze und die verhinderung des playouts<br />
d) das playout ist auch ein witz die teams der NLB sind oftmals zu schwach gegen selbst total verunsicherte NLA clubs den sack zuzumachen und aufzusteigen &#8211; einige würden einen aufstieg auch finanziell nicht stemmen können, somit ist die NLB auf aktuell 11 teams zusammengeschrumpft, wobei ein team ein farmteam des ZSC ist und fast unter ausschluss der öffentlichkeit spielt<br />
d) gehälter sind enorm und unangemessen hoch<br />
e) eishockey wird ebenfalls ins pay-tv verdrängt (teleclub) &#8211; allerdings werden von jedem spieltag zusammenfassungen im free-tv gezeigt, wenn auch nach 22h zu den playoffs kommen live-übertragungen in voller länge ins wohnzimmer<br />
f) der fussball ist die nummer eins wie überall in europa, besonders gesehen habe ich das beim vergleich eishockey WM in der schweiz und fussball EM in der schweiz. selbst im EH-Mekka bern hat man kaum etwas von der eishockey-wm mitbekommen und ich wohne direkt neben dem stadion<br />
g) gewalt, in der schweiz gibt es eine im EH verankerte ultraszene, die auch gelegentlich gewalttätige auseinandersetzungen mit kontrahenten ausfechtet (bsp. bern vs. fribourg, bern vs. lugano, bern vs. biel, kloten vs. rappi etc.) und ruft repressalien aus der politik auf den plan (bsp. rapperswil und regierungsrätin des kantons SG)<br />
h) auch hier gibt es bestrebungen die liga zu schliessen (langnaus chef weibelt für eine schliessung der liga), auch hier wenden sich ganze fanszenen ab: bsp. kultclub sc rapperswil-jona verkauft seine identität über einen farben- und namenswechsel (LAKERS)<br />
i) nachwuchs &#8211; gleiche probleme wie in D &#8211; nur über kürzere wege, professionellere programme straffer organisiert und zielgerichteter &#8211; hierzu wird auch ein rechter batzen geld in die hand genommen</p>
<p>was aber das wichtigste ist bleibt festzuhalten in der CH ist eishockey besser vermarktet, besser in den medien präsentiert, durch kurze wege gibt es viele interessante derbys (region bern-fribourg als bsp.)<br />
die schweiz hat eine starke wirtschaft, gut vernetztes kapital, die leute sind (noch) nicht dem fussball so hörig &#8211; aber auch hier, steter tropfen (champions league, liga, em, wm, etc. pp.) höhlt den stein.<br />
clubs sind oft nicht nur von einem geldgeber abängig und über kapitalgesellschaften (holdings) werden verluste jedes jahr ausgeglichen. die liga ist gesundgeschrumpft, jeder der versuchte in den elitären kreis NLA aufzusteigen und es nicht stemmen konnte, ist genauso pleite gegangen wie in D üblich. der modus ist topstabil.<br />
schweizer sind auch keine kleinen deutschen &#8211; die mentalität ist anders, die finanziellen möglichkeiten auch &#8211; da kann oder will nur herr hopp mithalten, der es in typisch deutschem stil wieder völlig auf die spitze treibt (Adler, Rhein Neckar Löwen, Hoffenheim, neue stadien &#8230;). grundsätzlich würde ich sagen in D hat das EH ein hohes potential welches nur unzureichend abgerufen werden kann. das land ist gross, die eishockeyzentren ligen in bayern, NRW, sachsen, berlin und sonst punktuell über das land verstreut &#8211; hannover, schwenningen, mannheim, &#8230; es gibt aber in zeiten, in denen es viele probleme im sozialen, politischen und wirtschaftlichen bereich gibt auch nicht so viele die geld für EH in die hand nehmen können, sei es als konsument, anbieter oder sponsor!<br />
zusammengefasst ist die schweiz für mich keine eishockeymekka, sie hat jedoch verstanden das best mögliche herauszuholen, die organisation zu straffen, den modus stabil zu halten und vor allem leute hineinzuholen, die wirtschaftlich vernetzt sind und geld in die hand nehmen (bsp. p. gaydoul &#8211; ex &#8211; denner &#8211; chef als präsident von swiss ice hockey)</p>
<p>gruss aus der schweiz</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Kerstin</title>
		<link>http://www.starting6.de/4482/headline/start-in-die-krise/comment-page-1#comment-492</link>
		<dc:creator>Kerstin</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Sep 2010 08:23:37 +0000</pubDate>
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		<description>@Jochen: In Hamburg sind Fußballstadion des HSV und Arena (Eishockey und Handball) ebenfalls nur über einen Pendelbusverkehr an den ÖPNV angeschlossen. Allerdings hat man da durchaus noch die Wahl mit dem eigenen Fahrzeug anzureisen, was in Düsseldorf fast unmöglich ist, da es dort nur ein einziges Parkhaus gibt, falls sich zum Start dieser Saison nichts geändert hat.
Will nur sagen, dass so ein Punkt durchaus relevant sein kann, aber nicht muss (vielleicht sind die Düsseldorfer auch Gewohnheitstiere, an der Brehmstrasse fiel man ja aus der Straßenbahn direkt ins Stadion).
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Augsburg geniesst übrigens bzgl. des 9000 Punkte Plans &quot;Bestandsschutz&quot;, genau wie z.B. auch Iserlohn. Straubing war das erste Team, welches damals nach den 9000 Punkten beurteilt wurde und diese auch mit einer offenen Halle und ohne Videowürfel erreicht hat. Die Hallenschliessung wurde ihnen auferlegt, genau wie Augsburg, wo es halt ein wenig schwieriger ist, da das Stadion unter Denkmalschutz steht (meine ich jedenfalls).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Jochen: In Hamburg sind Fußballstadion des HSV und Arena (Eishockey und Handball) ebenfalls nur über einen Pendelbusverkehr an den ÖPNV angeschlossen. Allerdings hat man da durchaus noch die Wahl mit dem eigenen Fahrzeug anzureisen, was in Düsseldorf fast unmöglich ist, da es dort nur ein einziges Parkhaus gibt, falls sich zum Start dieser Saison nichts geändert hat.<br />
Will nur sagen, dass so ein Punkt durchaus relevant sein kann, aber nicht muss (vielleicht sind die Düsseldorfer auch Gewohnheitstiere, an der Brehmstrasse fiel man ja aus der Straßenbahn direkt ins Stadion).<br />
&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br />
Augsburg geniesst übrigens bzgl. des 9000 Punkte Plans &#8220;Bestandsschutz&#8221;, genau wie z.B. auch Iserlohn. Straubing war das erste Team, welches damals nach den 9000 Punkten beurteilt wurde und diese auch mit einer offenen Halle und ohne Videowürfel erreicht hat. Die Hallenschliessung wurde ihnen auferlegt, genau wie Augsburg, wo es halt ein wenig schwieriger ist, da das Stadion unter Denkmalschutz steht (meine ich jedenfalls).</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Jochen</title>
		<link>http://www.starting6.de/4482/headline/start-in-die-krise/comment-page-1#comment-490</link>
		<dc:creator>Jochen</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 19:19:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.starting6.de/?p=4482#comment-490</guid>
		<description>@Max Power
Zum letzten Punkt und dem Vergleich mit den anderen Sportarten:

Ich sehe zwar in der DEL wie bereits geschrieben auch immer Optimierungsmöglickeiten. Allerdings ist und bleibt Eishockey in Deutschland auf Jahre ein Exot. Eishockey gehört zu den teuersten Sportarten, die weit verbreitet sind. Insolvenzen gibt es ja nicht nur im Profieishockey. Im Amateurbereich gibt es leider auch regelmäßig Insolvenzen, Vereine verschwinden von der Landkarte. Alleine die Abstände zwischen DEL und 2. Liga und v.a. jetzt neu zwischen 2. Liga und Oberliga sind enorm. Es gibt einige wenige Proficlubs und leider auch dann nur eine kleine Gruppe von Amateurteams. Die Masse an Teams wie in traditionellen Eishockeyländern wie der Schweiz oder Tschechien fehlt einfach. Auch immer kritischer wird die Finanzierung von Eishallen. Mittlerweile werden selbst im Eishockey-Muster-Bundesland Bayern immer wieder Hallen geschlossen oder darüber diskutiert. Dass das alles in einem gewissen Masse auch in die Profiligen durchdringt halte ich für normal und nicht einfach änderbar.

Allerdings haben auch die BBL und HBL ähnliche Probleme wie die DEL. Es gibt/gab immer noch Probleme bei einzelnen Clubs. Die Lizenzierungspraktiken sind immer noch nicht ausgereift und müssen sich zudem auch dem ständig ändernden Rechtsrahmen anpassen. Im Gegensatz zum Fußball haben die drei Hallensportarten v.a. Probleme bei der Einnahmequelle TV. Das sorgt dann nicht nur für geringere Etats, sondern auch für größere Abhängigkeit bei den Einnahmegruppen Sponsoring und Spieltagsgeldern (Catering, Eintrittsgelder).

Noch etwas zum TV-Thema:
Die Dritten könnten längst Bilder von DEL-Spielen zeigen (tun sie z.B. im NDR auch teilweise). Sky bietet ja die Bilder den Dritten an. Es ist also nicht das Problem des Pay-TV, sondern das Problem, dass entweder Sender sich einfach nicht dafür interessieren oder dass bisherige Berichterstattung zu wenig Zuschauer bringt. Es ist ja nicht so, dass vor 10 Jahren DEL-Spiele aus dem DSF verschwanden, weil so viele zugeschaut hatten. Free-TV lebt von Masse und nicht von Einzelzuschauern. Es ist daher davon auszugehen, dass sich bei einem Spiel auf Sport1 kaum etwas ändern würde. Denn die wenigen Zuschauer, die dann einschalten, werden nicht dafür sorgen, dass mehr Leute den Deutschen Meister kennen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Max Power<br />
Zum letzten Punkt und dem Vergleich mit den anderen Sportarten:</p>
<p>Ich sehe zwar in der DEL wie bereits geschrieben auch immer Optimierungsmöglickeiten. Allerdings ist und bleibt Eishockey in Deutschland auf Jahre ein Exot. Eishockey gehört zu den teuersten Sportarten, die weit verbreitet sind. Insolvenzen gibt es ja nicht nur im Profieishockey. Im Amateurbereich gibt es leider auch regelmäßig Insolvenzen, Vereine verschwinden von der Landkarte. Alleine die Abstände zwischen DEL und 2. Liga und v.a. jetzt neu zwischen 2. Liga und Oberliga sind enorm. Es gibt einige wenige Proficlubs und leider auch dann nur eine kleine Gruppe von Amateurteams. Die Masse an Teams wie in traditionellen Eishockeyländern wie der Schweiz oder Tschechien fehlt einfach. Auch immer kritischer wird die Finanzierung von Eishallen. Mittlerweile werden selbst im Eishockey-Muster-Bundesland Bayern immer wieder Hallen geschlossen oder darüber diskutiert. Dass das alles in einem gewissen Masse auch in die Profiligen durchdringt halte ich für normal und nicht einfach änderbar.</p>
<p>Allerdings haben auch die BBL und HBL ähnliche Probleme wie die DEL. Es gibt/gab immer noch Probleme bei einzelnen Clubs. Die Lizenzierungspraktiken sind immer noch nicht ausgereift und müssen sich zudem auch dem ständig ändernden Rechtsrahmen anpassen. Im Gegensatz zum Fußball haben die drei Hallensportarten v.a. Probleme bei der Einnahmequelle TV. Das sorgt dann nicht nur für geringere Etats, sondern auch für größere Abhängigkeit bei den Einnahmegruppen Sponsoring und Spieltagsgeldern (Catering, Eintrittsgelder).</p>
<p>Noch etwas zum TV-Thema:<br />
Die Dritten könnten längst Bilder von DEL-Spielen zeigen (tun sie z.B. im NDR auch teilweise). Sky bietet ja die Bilder den Dritten an. Es ist also nicht das Problem des Pay-TV, sondern das Problem, dass entweder Sender sich einfach nicht dafür interessieren oder dass bisherige Berichterstattung zu wenig Zuschauer bringt. Es ist ja nicht so, dass vor 10 Jahren DEL-Spiele aus dem DSF verschwanden, weil so viele zugeschaut hatten. Free-TV lebt von Masse und nicht von Einzelzuschauern. Es ist daher davon auszugehen, dass sich bei einem Spiel auf Sport1 kaum etwas ändern würde. Denn die wenigen Zuschauer, die dann einschalten, werden nicht dafür sorgen, dass mehr Leute den Deutschen Meister kennen.</p>
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		<title>Von: Max Power</title>
		<link>http://www.starting6.de/4482/headline/start-in-die-krise/comment-page-1#comment-488</link>
		<dc:creator>Max Power</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 16:26:57 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.starting6.de/?p=4482#comment-488</guid>
		<description>@jochen

zur 9000 punkte regel

da seit dem theater von wolfburgs keine ausnahmeregelungen von der del mehr vergeben was das stadion betrifft ist es für einen möglichen aufsteiger deutlich schwieriger geworden da das neue(die renovierung/sanierung des)  stadion schon fertig sein muß. was einen sensationsaufstieg von crimme oder Ravensburg als beispiel unmöglich macht. das eine liga immer anforderungen an die spielstätte stellt ist klar, allerdings sollten diese halbwegs realistisch sein.
und nicht vielerorts einen neubau vorraussetzten


zu den deutschen spielern, natürlich hat die del viele deutsche spieler, soweit ich weiß sogar die meisten im vergleich mit fußball, handball oder basketball, aber die deutschen spieler in der del haben selten den gleichen stellenwert wie in den andern sportarten, sie spielen wenig PP/PK, sie sind selten die stars und selten überregional bekannt, was bei einem kühnhakl oder hegen eben der fall war. zudem ist die spielerfluktuation bei den ausländern deutlich höher wie bei den deutschen spielern, was die verbundentheit der zuschauer zur mannschaft enorm schwächt. ich glaube auch nicht das 3 durchschnittskanadier das niveau der del so besonders anheben im vergleich z.b. zu deutschen spielern die mitlerweile in liga zwo spielen, früher waren die ausländer das salz in der suppe, ein McNeil in schwenningen, ein mike millar in kassel, ein tony tanti in berlin oder mannheim mit einem Rob Cimetta, da kannte man eben auch die &quot;stars&quot; vom gegner, heutzutage sind die alle gleich bzw einfach austauschbar, was den reiz an der del sehr weit sinken läßt.

tv präsenz, 
es mag sein das die del vll die höchsten tv einnahmen nach dem fußball erzielt, aber zu welchem preis? sie findet im öffentlichen leben nicht mehr statt, kein mensch weiß wer meister geworden ist, es werden keine neuen zuschauer gewonnen, der sport gerät mehr undmehr ins abseits( vll auch daher vielerorts der zuschauerschwund denn es ist schwer als fan eine liga zu verfolgen zu der es nur 1 live spiel in der woche gibt und der rest nur in schriftlicher form verfügbar ist, früher haben zumindest die dritten programme noch zusammenfassungen gezeigt) 

natürlich hast du recht wenn du sagst die abschaffung der del ist nicht das allheilmittel, aber deb/esbg und die LVB haben in den letzten jahren einiges in sachen nachwuchsregelungen in die wege geleitet nur die del wehrt sich mit händen und füßen als liga da mitzumachen, als beispiel wäre der Reindl Pool oder die reduzierung von kontingentstellen zu nennen. es hat schon seine gründe warum in den andern großen sportarten die profiligen unter einem hut stecken, bis auf die relegation hat sich im fußball seit fast 20 jahren nichts geändert, auch im basketball und handball wird seit jahren mit der gleichen anzahl an mannschaft gespielt und auch der modus ist gleich.
im eishockey ist jedes jahr ein von beiden neu, absolut keine kontinuität vorhanden.  weil eben jeder sein süppchen kocht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@jochen</p>
<p>zur 9000 punkte regel</p>
<p>da seit dem theater von wolfburgs keine ausnahmeregelungen von der del mehr vergeben was das stadion betrifft ist es für einen möglichen aufsteiger deutlich schwieriger geworden da das neue(die renovierung/sanierung des)  stadion schon fertig sein muß. was einen sensationsaufstieg von crimme oder Ravensburg als beispiel unmöglich macht. das eine liga immer anforderungen an die spielstätte stellt ist klar, allerdings sollten diese halbwegs realistisch sein.<br />
und nicht vielerorts einen neubau vorraussetzten</p>
<p>zu den deutschen spielern, natürlich hat die del viele deutsche spieler, soweit ich weiß sogar die meisten im vergleich mit fußball, handball oder basketball, aber die deutschen spieler in der del haben selten den gleichen stellenwert wie in den andern sportarten, sie spielen wenig PP/PK, sie sind selten die stars und selten überregional bekannt, was bei einem kühnhakl oder hegen eben der fall war. zudem ist die spielerfluktuation bei den ausländern deutlich höher wie bei den deutschen spielern, was die verbundentheit der zuschauer zur mannschaft enorm schwächt. ich glaube auch nicht das 3 durchschnittskanadier das niveau der del so besonders anheben im vergleich z.b. zu deutschen spielern die mitlerweile in liga zwo spielen, früher waren die ausländer das salz in der suppe, ein McNeil in schwenningen, ein mike millar in kassel, ein tony tanti in berlin oder mannheim mit einem Rob Cimetta, da kannte man eben auch die &#8220;stars&#8221; vom gegner, heutzutage sind die alle gleich bzw einfach austauschbar, was den reiz an der del sehr weit sinken läßt.</p>
<p>tv präsenz,<br />
es mag sein das die del vll die höchsten tv einnahmen nach dem fußball erzielt, aber zu welchem preis? sie findet im öffentlichen leben nicht mehr statt, kein mensch weiß wer meister geworden ist, es werden keine neuen zuschauer gewonnen, der sport gerät mehr undmehr ins abseits( vll auch daher vielerorts der zuschauerschwund denn es ist schwer als fan eine liga zu verfolgen zu der es nur 1 live spiel in der woche gibt und der rest nur in schriftlicher form verfügbar ist, früher haben zumindest die dritten programme noch zusammenfassungen gezeigt) </p>
<p>natürlich hast du recht wenn du sagst die abschaffung der del ist nicht das allheilmittel, aber deb/esbg und die LVB haben in den letzten jahren einiges in sachen nachwuchsregelungen in die wege geleitet nur die del wehrt sich mit händen und füßen als liga da mitzumachen, als beispiel wäre der Reindl Pool oder die reduzierung von kontingentstellen zu nennen. es hat schon seine gründe warum in den andern großen sportarten die profiligen unter einem hut stecken, bis auf die relegation hat sich im fußball seit fast 20 jahren nichts geändert, auch im basketball und handball wird seit jahren mit der gleichen anzahl an mannschaft gespielt und auch der modus ist gleich.<br />
im eishockey ist jedes jahr ein von beiden neu, absolut keine kontinuität vorhanden.  weil eben jeder sein süppchen kocht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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		<title>Von: Jochen</title>
		<link>http://www.starting6.de/4482/headline/start-in-die-krise/comment-page-1#comment-486</link>
		<dc:creator>Jochen</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 00:16:49 +0000</pubDate>
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		<description>Ich sehe den Kommentar ähnlich wie René. Hier werden Statements abgegeben, die bewußt oder unbewußt überhöht werden um gleichzeitig eine alte Zeit zu huldigen, die es auch ohne DEL nicht mehr gegeben hätte. Und gerade weil es ein Kommentar ist (wobei hier ja auch normale Artikel in eine ähnliche Richtung gehen), ist es notwendig diesen zu kritisieren. Um mal auf einige Punkte ausführlicher einzugehen:

- Der 9.000-Punkte-Plan ist deutlich entfernt von rigiden Hallenanforderungen da er im Gegensatz zu Anforderungen wie z.B. in der Basketball-Bundesliga dem Club eine gewisse Freiheit geben, wie er die 9000 Punkte erreicht. Straubing ist da das beste Beispiel dafür, dass keine Multifunktionshalle für die DEL notwendig ist (solange eben damit ausreichend Mittel generiert werden können). Von den aktuellen Zweitligisten erfüllen über die Hälfte die Bedingungen mehr oder weniger (weniger, da immer kleinere Modernisierungen notwendig sind). Einzig Hallen wie Weißwasser (alt wie die neu zu bauende) oder Ravensburg hätten keine Chance.

- Die Zuschauerzahlen stagnieren zwar, brechen aber ligaweit nicht so deutlich ein wie suggeriert wird. Zudem halte ich es für ein Gerücht, dass die DEL wegen den Zuschauerzahlen sich trifft, denn die sind nach einem Spieltag (dass das nicht aussagekräftig ist, sollte klar sein) momentan eher sogar besser als letztes Jahr. Fraglich ist auch woher der Zuschauerschwund bei einzelnen Clubs kommt. Die Brehmstrasse war vor und besonders nach dem 2.Liga-Abstieg der DEG nicht mehr ordentlich voll. Hier mal die tatsächliche Entwicklung:

Saison   Zuschauerschnitt
1996  8202
1997  7247
1998  7664 
1999  5444 (2. Liga)
2000  5690
2001  6638 (DEL)
2005  5962
2006  7046
2007  7727 (1. Jahr ISS Dome)
2010  5707

Die ständig ausverkaufte Brehmstrasse ist mittlerweile nur noch ein Mythos. Die DEG hat wesentlich mehr Probleme als den ISS-Dome, der im Übrigen auch weiterhin nur mit einem Extra-Busverkehr an den ÖPNV angeschlossen ist (in einer Großstadt ist so etwas durchaus relevant). Ich selber kann es auch nicht erklären, dazu fehlt mir die Fanperspektive aus Düsseldorf. Auch Augsburg hatte mit alter Halle nie viele Zuschauer, selbst in der letzten Saison kamen die Zuschauer erst in den Play-Offs. Im Gegenzug dazu stehen die Eisbären, die die ersten DEL-Jahre eher mittelmäßige Zahlen und sich aber ein Standing erarbeitet haben, was ab den 2000er Jahren immer mehr zu einem ständig ausverkaufen Wellblechpalast und nun zu einer sehr gut gefüllten O2-World geführt hat.

- Deutsche Spieler: Die DEL hat aktuell soviel deutsche Spieler wie selten zuvor. Die Ergebnisse zur Olympia und WM dieses Jahr zeigen, dass es keine eindeutige Gleichung &quot;mehr deutsche Spieler in der DEL=mehr Erfolg der Nationalspieler&quot; gibt. Um eine starke Nationalmannschaft zu fördern sind Quoten immer das schlechteste Mittel. Es ist die verstärkte Nachwuchsförderung (z.B. DNL) und eine sportlich attraktive Liga, die Interesse für den Sport fördert. Eine Quote hilft wenn, dann eingeschränkt nur bei Vorgaben für junge Spieler. Nur wird eine solche in den meisten Sportligen nur in kleinen Dosen angewendet.

- Die Darstellung der Pleiten in Kassel und Frankfurt sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass beide Clubs über ihre Verhältnisse gelebt haben (im Frankfurter Fall liegt der Fokus eher auf die Zukunft). In Frankfurt hätte man durchaus weiterspielen können, nur eben mit einem wesentlich niedrigeren Etat. Dass das nicht gewollt war, ist ein Problem des Mäzenatentums, das wiederum systemimmanent ist. Wenn alle Clubs sich an die Lizenzbedingungen halten würden, würden Gehaltsexzesse und ständige Etatsteigerungen eben gestoppt. Daher liegt in der weiteren Verbesserung des Lizenzierungsverfahren ein wesentlich größerer Schlüssel zur Stabilisierung der Liga. Daher kann ich auch eine Sehnsucht nach einer früheren Zeit unter DEB-Dach nicht nachvollziehen, waren da Insolvenzen noch weit öfter an der Tagesordnung. Nur wurden diese v.a. wegen dem fehlenden Internet weit weniger so breit in der Öffentlichkeit (v.a. in ganz Deutschland und nicht nur vor Ort) diskutiert.

- TV-Präsenz
Die DEL hat von den großen 3 deutschen Hallenligen die höchsten TV-Einnahmen. Die HBL generiert mittlerweile auch eine höhere Summe durch Free-TV und Streaming (bald auch Pay-TV via Sport1+). Die BBL sieht allenfalls Peanuts für die mickrige Einschaltquote, die Free-TV Basketball erzeugt. Ich frage mich wirklich, wie man davon ausgehen kann, dass Sport1 oder irgend ein anderer Sender Summen zahlen kann, damit Free-TV sich auch lohnt. Dass dann Sponsoren interessierter sind, ist eine Mär, die allenfalls beim Fußball zur Realität wird. Aber selbst dort ist es v.a. die Sportschau mit Spielausschnitten, die dieses Interesse erzeugt. Pay-TV, und dabei sehe ich v.a. im IPTV/ on Demand via Kabel/Satellit wesentlich bessere Möglichkeiten (die schwedische Eliteserien macht es vor), um für solide Einnahmen zu sorgen. Zudem ist dieses Modell weit mehr die Zukunft als programmbasierte TV-Dienste (auch wenn es wohl noch einige Jahre dauert, bis man hauptsächlich on-demand fernschaut). Diese Zukunft ist für Sportarten, die nicht für Millionen-Einschaltquoten eine große Chance.

- Zu guter letzt ist auch die Fankultur eine dynamische Entwicklung und bleibt nicht stehen. Die durchaus kritikwürdigen Ultraszenen oder Eventzuschauer sind genau so Bestandteil dieser Kultur wie das klassische Eishockepublikum in der Kurve. Eishockey gehört nicht einer bestimmten Gruppe. Wenn einer Gruppe etwas fehlt, dann liegt das auch nicht immer automatisch nur an der Liga, sondern möglicherweise auch am Club selbst, an den Spielern (Thema Leidenschaft), am eigenen Lebensumfeld (man wird älter),....

Für mich gibt es auch immer etwas an der DEL zu verbessern. Nur halte ich es für naiv, dass man in einer Abschaffung der DEL auch nur irgendetwas an der Realität ändert. Schulden bleiben Schulden, Arenen bleiben Arenen, Eventzuschauer bleiben Eventzuschauer. Die DEL ist kein Leviathan, der alle nur knechtet, sondern immer noch ein Zusammenschluß der einzelnen Clubs, die die DEL-Politik mit dem Mehrheitsprinzip bestimmt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sehe den Kommentar ähnlich wie René. Hier werden Statements abgegeben, die bewußt oder unbewußt überhöht werden um gleichzeitig eine alte Zeit zu huldigen, die es auch ohne DEL nicht mehr gegeben hätte. Und gerade weil es ein Kommentar ist (wobei hier ja auch normale Artikel in eine ähnliche Richtung gehen), ist es notwendig diesen zu kritisieren. Um mal auf einige Punkte ausführlicher einzugehen:</p>
<p>- Der 9.000-Punkte-Plan ist deutlich entfernt von rigiden Hallenanforderungen da er im Gegensatz zu Anforderungen wie z.B. in der Basketball-Bundesliga dem Club eine gewisse Freiheit geben, wie er die 9000 Punkte erreicht. Straubing ist da das beste Beispiel dafür, dass keine Multifunktionshalle für die DEL notwendig ist (solange eben damit ausreichend Mittel generiert werden können). Von den aktuellen Zweitligisten erfüllen über die Hälfte die Bedingungen mehr oder weniger (weniger, da immer kleinere Modernisierungen notwendig sind). Einzig Hallen wie Weißwasser (alt wie die neu zu bauende) oder Ravensburg hätten keine Chance.</p>
<p>- Die Zuschauerzahlen stagnieren zwar, brechen aber ligaweit nicht so deutlich ein wie suggeriert wird. Zudem halte ich es für ein Gerücht, dass die DEL wegen den Zuschauerzahlen sich trifft, denn die sind nach einem Spieltag (dass das nicht aussagekräftig ist, sollte klar sein) momentan eher sogar besser als letztes Jahr. Fraglich ist auch woher der Zuschauerschwund bei einzelnen Clubs kommt. Die Brehmstrasse war vor und besonders nach dem 2.Liga-Abstieg der DEG nicht mehr ordentlich voll. Hier mal die tatsächliche Entwicklung:</p>
<p>Saison   Zuschauerschnitt<br />
1996  8202<br />
1997  7247<br />
1998  7664<br />
1999  5444 (2. Liga)<br />
2000  5690<br />
2001  6638 (DEL)<br />
2005  5962<br />
2006  7046<br />
2007  7727 (1. Jahr ISS Dome)<br />
2010  5707</p>
<p>Die ständig ausverkaufte Brehmstrasse ist mittlerweile nur noch ein Mythos. Die DEG hat wesentlich mehr Probleme als den ISS-Dome, der im Übrigen auch weiterhin nur mit einem Extra-Busverkehr an den ÖPNV angeschlossen ist (in einer Großstadt ist so etwas durchaus relevant). Ich selber kann es auch nicht erklären, dazu fehlt mir die Fanperspektive aus Düsseldorf. Auch Augsburg hatte mit alter Halle nie viele Zuschauer, selbst in der letzten Saison kamen die Zuschauer erst in den Play-Offs. Im Gegenzug dazu stehen die Eisbären, die die ersten DEL-Jahre eher mittelmäßige Zahlen und sich aber ein Standing erarbeitet haben, was ab den 2000er Jahren immer mehr zu einem ständig ausverkaufen Wellblechpalast und nun zu einer sehr gut gefüllten O2-World geführt hat.</p>
<p>- Deutsche Spieler: Die DEL hat aktuell soviel deutsche Spieler wie selten zuvor. Die Ergebnisse zur Olympia und WM dieses Jahr zeigen, dass es keine eindeutige Gleichung &#8220;mehr deutsche Spieler in der DEL=mehr Erfolg der Nationalspieler&#8221; gibt. Um eine starke Nationalmannschaft zu fördern sind Quoten immer das schlechteste Mittel. Es ist die verstärkte Nachwuchsförderung (z.B. DNL) und eine sportlich attraktive Liga, die Interesse für den Sport fördert. Eine Quote hilft wenn, dann eingeschränkt nur bei Vorgaben für junge Spieler. Nur wird eine solche in den meisten Sportligen nur in kleinen Dosen angewendet.</p>
<p>- Die Darstellung der Pleiten in Kassel und Frankfurt sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass beide Clubs über ihre Verhältnisse gelebt haben (im Frankfurter Fall liegt der Fokus eher auf die Zukunft). In Frankfurt hätte man durchaus weiterspielen können, nur eben mit einem wesentlich niedrigeren Etat. Dass das nicht gewollt war, ist ein Problem des Mäzenatentums, das wiederum systemimmanent ist. Wenn alle Clubs sich an die Lizenzbedingungen halten würden, würden Gehaltsexzesse und ständige Etatsteigerungen eben gestoppt. Daher liegt in der weiteren Verbesserung des Lizenzierungsverfahren ein wesentlich größerer Schlüssel zur Stabilisierung der Liga. Daher kann ich auch eine Sehnsucht nach einer früheren Zeit unter DEB-Dach nicht nachvollziehen, waren da Insolvenzen noch weit öfter an der Tagesordnung. Nur wurden diese v.a. wegen dem fehlenden Internet weit weniger so breit in der Öffentlichkeit (v.a. in ganz Deutschland und nicht nur vor Ort) diskutiert.</p>
<p>- TV-Präsenz<br />
Die DEL hat von den großen 3 deutschen Hallenligen die höchsten TV-Einnahmen. Die HBL generiert mittlerweile auch eine höhere Summe durch Free-TV und Streaming (bald auch Pay-TV via Sport1+). Die BBL sieht allenfalls Peanuts für die mickrige Einschaltquote, die Free-TV Basketball erzeugt. Ich frage mich wirklich, wie man davon ausgehen kann, dass Sport1 oder irgend ein anderer Sender Summen zahlen kann, damit Free-TV sich auch lohnt. Dass dann Sponsoren interessierter sind, ist eine Mär, die allenfalls beim Fußball zur Realität wird. Aber selbst dort ist es v.a. die Sportschau mit Spielausschnitten, die dieses Interesse erzeugt. Pay-TV, und dabei sehe ich v.a. im IPTV/ on Demand via Kabel/Satellit wesentlich bessere Möglichkeiten (die schwedische Eliteserien macht es vor), um für solide Einnahmen zu sorgen. Zudem ist dieses Modell weit mehr die Zukunft als programmbasierte TV-Dienste (auch wenn es wohl noch einige Jahre dauert, bis man hauptsächlich on-demand fernschaut). Diese Zukunft ist für Sportarten, die nicht für Millionen-Einschaltquoten eine große Chance.</p>
<p>- Zu guter letzt ist auch die Fankultur eine dynamische Entwicklung und bleibt nicht stehen. Die durchaus kritikwürdigen Ultraszenen oder Eventzuschauer sind genau so Bestandteil dieser Kultur wie das klassische Eishockepublikum in der Kurve. Eishockey gehört nicht einer bestimmten Gruppe. Wenn einer Gruppe etwas fehlt, dann liegt das auch nicht immer automatisch nur an der Liga, sondern möglicherweise auch am Club selbst, an den Spielern (Thema Leidenschaft), am eigenen Lebensumfeld (man wird älter),&#8230;.</p>
<p>Für mich gibt es auch immer etwas an der DEL zu verbessern. Nur halte ich es für naiv, dass man in einer Abschaffung der DEL auch nur irgendetwas an der Realität ändert. Schulden bleiben Schulden, Arenen bleiben Arenen, Eventzuschauer bleiben Eventzuschauer. Die DEL ist kein Leviathan, der alle nur knechtet, sondern immer noch ein Zusammenschluß der einzelnen Clubs, die die DEL-Politik mit dem Mehrheitsprinzip bestimmt.</p>
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